Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Dr. Hauke Heidenreich

Hauke Heidenreich

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Hauke Heidenreich

Franckeplatz 1, Haus 30
06099 Halle (Saale)

Lebenslauf

Seit Januar 2020 – Lehrbeauftragter an der Theologischen Fakultät der MLU Halle-Wittenberg

5. März 2020 – Promotion zum Dr. phil., Prädikat magna cum laude; Thema „Rezeptionen der kantischen Postulatenlehre im Kontext von Neukantianismus, Materialismus und Okkultismus um 1900“

Februar 2016 bis Dezember 2019 – Bearbeiter des DFG-Projekts „Interpretationen und Transformationen der Postulatenlehre Kants in der Auseinandersetzung zwischen Neukantianismus, Materialismus, Spiritismus und Parapsychologie um 1900“ bei Prof. Dr. Friedemann Stengel

Juli bis Dezember 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie in Halle

Februar bis Mai 2015 Stipendiat der Udo-Keller-Stiftung zur Erforschung des Entstehungskontextes von C.G. Jungs Psychologie am Deutschen Literaturarchiv in Marbach/Neckar

2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA)

2013 wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt Religion als Experiment und Wissenschaft: Esoterik im globalen Kulturtransfer (1830-1930); Projektleitung Prof. Dr. Daniel Cyranka.

2006-2012 Studium der Geschichte und Medien-/Kommunikationswissenschaften an der MLU Halle-Wittenberg. Abschluss: Master of Arts in Geschichte

Juni 2006 Abitur am Gymnasium „An der Rüsternbreite“ in Köthen/Anhalt

Forschungsschwerpunkte

Neuere und neueste  Theologie- und Philosophiegeschichte,
Ideen- und Wissenschaftsgeschichte  des 19. und 20. Jhs.,
Geschichte des Neukantianismus,
Geschichte der politischen Mitte

Veröffentlichungen

Monographien

Die Entstehung des wahren Kant. Historische Perspektiven zur Rezeption der  kantischen Postulatenlehre im Kontext von Neukantianismus, Materialismus  und Okkultismus um 1900, Berlin u.a.: Peter Lang 2022
https://www.peterlang.com/document/1194159   

Aufsätze und Zeitungsartikel

Die Empirie des Übersinnlichen – C. G. Jungs Konzept des kollektiven Unbewussten als Umdeutung Kants zwischen Okkultismus, Religion und Parapsychologie, in: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 71 (2019), Heft 1, S. 41-62.

Religion oder Aberglaube? Zur Konstruktion des Animismus im 19. Jahrhundert, in: cultura & psyché (1) 2020. DOI 10.1007/s43638-020-00002-8. http://link.springer.com/article/10.1007/s43638-020-00002-8.   

Ein Volk von Demokraten, in: taz vom 24.02.2020, S. 11.

„Bedenklich und anstößig“ – Hermann Cohens Interpretation der Postulatenlehre im Kontext von Spiritismus und Materialismus um 1900, in: Heinrich Assel/Hartwig Wiedebach (Hg.): Cohen im Kontext. Beiträge anlässlich seines hundertsten Todestages, Tübingen: Mohr Siebeck 2021, S. 155-167.

Eduard von Hartmann, die Postulatenlehre und die Genese des Neukantianismus im Kontext spiritistischer Debatten um 1900, in: Kant Yearbook 12 (2020), Heft 1, S. 57-79.

Materialisten, Neukantianer, Spiritisten. Kantrezeptionen um 1900, in: Ders./Friedemann Stengel (Hrsg.): Kant um 1900, Berlin/Boston 2022, S. 7-41.

Herausgeberschaften

gemeinsam mit Friedemann Stengel: Kant um 1900, Berlin/Boston 2022 (Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung, 68)

Vergangene Veranstaltungen

Workshop: Die Rezeption der Philosophie Immanuel Kants um 1900

Im Rahmen des DFG- Projekts Interpretationen und Transformationen der Postulatenlehre Kants in der Auseinandersetzung zwischen Neukantianismus, Materialismus, Spiritismus und Parapsychologie um 1900“ an der Professur für Neuere Kirchengeschichte fand am 26.10.2018 ein Workshop zum Thema "Die Rezeption der Philosophie Immanuel Kants um 1900" statt.

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts galt Kant als der Normautor jeglichen Philosophierens. In einer Zeit, in der die Universitätslandschaft in Deutschland durch vielfältige politische, kulturelle und auch akademische Transformationen geprägt war, sollte Kant, wie in der Lesart des Neukantianers Otto Liebmann, als eine Art Ordnungsinstanz fungieren, an der man sich objektiv orientieren könne. Die Folge von Liebmanns Aufruf „Zurück zu Kant“ war aber keine Vereinheitlichung des Diskurses. Im Gegenteil bewirkte die Forderung, dass sich nun Autoren der gegensätzlichsten Positionen auf die kantische Philosophie beriefen: Materialisten wie der Zoologe Ernst Haeckel, Spiritisten wie der Astrophysiker Karl Friedrich Zöllner, genauso wie die sich in der Zeit entwickelnde „neukantianische“ Fachphilosophie. Sie alle behaupteten Kants Konzept als einen Vorläufer ihrer eigenen Thesen.

Diese diskursive Vielfalt von Kantdeutungen im fin de siècle wird in der heutigen Philosophiegeschichtsschreibung kaum thematisiert. Gerade in dieser Zeit aber entstanden maßgebliche Institutionen, die den Kanon der Kantrezeption bis heute bestimmen: die Kant-Studien und die Kant-Gesellschaft sowie die Ausgabe der Gesammelten Schriften Kants durch die Preußische Akademie der Wissenschaften. Im Rahmen dieses Workshops wurden daher verschiedene Rezeptionskontexte der Zeit sowie die jeweiligen Zugänge der heutigen Forschung thematisiert. Ein Tagungsband ist in Vorbereitung.

Die Rezeption der Philosophie Immanuel Kants_Programm
Weitere Informationen und Programm.pdf (118,2 KB)  vom 17.09.2018

Flyer: Rezeption Kants um 1900
Flyer_Rezeption_Kant_.pdf (600,8 KB)  vom 21.09.2018

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