Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Grundlagen einer religionspädagogischen Elternarbeit am Lernort Schule (Dissertationsprojekt Sieglinde Spuller)

Seit dem „Bericht über die Qualität der schulischen Bildung in Europa“1, den dieEuropäische Kommission im Mai 2000 herausgegeben hat und in dem dieMitwirkung der Eltern als einer der sechzehn Qualitätsindikatoren derschulischen Bildung gewertet wird, hat dieses Thema nichts an Brisanzverloren.Dabei gewinnt die Abstimmung zwischen Elternhaus und dem erzieherischenWirken im öffentlichen Kontext um so mehr an Bedeutung, je größer sich diekulturellen Unterschiede zwischen diesen Partnern darstellen.Beleuchtet man diesen Sachverhalt auf dem Hintergrund zurückgehenderKirchenzugehörigkeit, von der mit wenigen Ausnahmen ganz Europa,insbesondere jedoch der Osten Deutschlands betroffen ist, kristallisiert sichhier ein „kultureller Unterschied“ zwischen dem erzieherischen Handeln desElternhauses und den Inhalten des Religionsunterrichtes von immenserTragweite heraus.Dieser unterstreicht die Notwendigkeit einer Elternarbeit im RU als einessentielles und gleichzeitig integrales Element der Unterrichtsgestaltung, dases neu zu entdecken und zu entfalten gilt.Ziel dieser Arbeit ist es demnach grundlegende Aussagen zu einerreligionspädagogischen Theorie der Elternarbeit am Lernort Schule zubeschreiben, wobei es unter den dargelegten Prämissen naheliegenderscheint, den Maßstab der Reflexion am Konditionsgefüge Ostdeutschlandsanzulegen.

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