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Christliche Bestattungen konfessionsloser Menschen

Im allgemeinen Verständnis ist in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern weltweit, eine kirchliche Bestattung ein Dienst, der eine Kirchenmitgliedschaft voraussetzt. Dies ist auch kirchenrechtlich geregelt. Dennoch finden vielerorts Bestattungen von konfessionslosen Menschen (bei allen Unklarheiten, die diese Bezeichnung mit sich bringt) durch Pfarrerinnen und Pfarrer statt. Insbesondere in Gebieten hoher Konfessionslosigkeit ist dies der Fall. Das Forschungsprojekt soll diese christlich motivierten Bestattungen anhand von Interviews mit AkteurInnen, die diese Bestattungen vollzogen und Angehörigen, die diesen Dienst für ihren Verstorbenen/ihre Verstorbene in Anspruch genommen haben, untersuchen und auswerten.

Die Arbeit stellt eine explorative Studie dar, welche hinsichtlich der AkteurInnen Perspektiven auf konfessionslose Menschen im engen und weiten Zusammenhang der Kasualie Bestattung, Zielvorstellungen für diese Kasualie und Implementierung von Perspektiven und Ziele in konkrete Trauerfeiern beleuchtet. Erfahrungen und Reflexionen der Angehörigen werden dieser Analyse gegenübergestellt.

Die Ergebnisse werden 2022 veröffentlicht.

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Pfarrer Tobias Gruber

Pfarrer Tobias Gruber

Tobias Gruber

Geboren 1983 in Greiz; Studium in Jena, Halle und Edinburgh/GB; Praktika an der Dormitio Abtei in Jerusalem und in Heiligenstadt; Mitarbeiter bei der Evangelischen Erwachsenenbildung LSA; Vikariat in Lutherstadt Eisleben; Pfarrer der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland im Pfarrbereich Heldrungen (Regionalgemeinde Artern-Heldrungen);ab Juni 2017 Pfarrer der Landeskirche Anhalt und stellvertretender Leiter der Forschungsstelle; 2021 Abschluss des Forschungsprojektes mit der öffentlichen Verteidigung; seit dem Pfarrer in Quedlinburg.

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